Was brauche ich zum WIG Schweißen? 

 

Bestandteile beim WIG Schweißen

 

Zum WIG Schweißen eines Werkstoffs brauchen Sie – neben Schutzausrüstung und einer gesicherten Arbeitsumgebung, wie bei allen Schweißverfahren – ein WIG Schweißgerät, einen Zusatz-Werkstoff in Form eines abschmelzenden WIG Schweißstabs und das passende inerte Schutzgas (d.h. Argon, Wasserstoff, Helium oder deren Gemische).

 

Aufbau WIG Schweißgerät

 

Zum WIG Schweißen brauchen Sie zunächst ein WIG Schweißgerät.

Dieses besteht primär aus dem WIG Schweißbrenner, der zusammen mit einem Zusatzwerkstoff manuell an das Werkstück herangeführt wird.

Über ein Schlauchpaket wird der WIG Schweißbrenner mit Strom, Schutzgas und Kühlwasser versorgt.

Das Schlauchpaket ist an die Schweißstromquelle angeschlossen, die wiederum über einen Netzanschluss an das lokale Stromnetz angeschlossen ist.

Eine weitere Leitung verläuft zur Schweißgas-Flasche, die mittels eines Druckminderers und Gasmengenmessers kontrolliert und reguliert wird.

Mithilfe eines Massekabels und eines Masseanschlusses, der am Werktisch befestigt wird, wird der Stromkreis zwischen Schweißbrenner und Werkstück geschlossen.

 

Wig Bestandteile

Die Bestandteile des WIG Schweißgeräts auf einen Blick

 

 

Aufbau WIG Schweißbrenner

 

Der WIG Schweißbrenner ist der manuelle Teil des Schweißgeräts, mit dem Sie die präzise Schweißarbeit direkt am Werkstück ausführen.

Primär beinhaltet der WIG Schweißbrenner eine durch eine Spannhülse stabilisierte Wolframelektrode, mithilfe derer der Lichtbogen erzeugt wird.

Die Wolframelektrode wird von einer Gasdüse umhüllt, durch die das inerte Gas (d.h. Argon, Helium, Wasserstoff oder eine Mischung dieser Gase) strömt und so den Lichtbogen und das Schweißgut vor Oxidation durch Sauerstoff aus der umgebenden Atmosphäre abschirmt.

Eine Brennerkappe schützt den Schweißer vor Kontakt mit dem Ende der nicht abschmelzenden Wolframelektrode.

Eine Schutzgasleitung führt durch den Griff des WIG Schweißbrenners zur Gasdüse und befördert das benötigte Schutzgas.

Im Falle eines wassergekühlten WIG Schweißbrenners führen zwei weitere Leitungen durch den Griff des Brenners, nämlich der Wasserzulauf und Rücklauf. Sie sorgen für angemessene Kühlung des Brenners und schützen vor Überhitzung.

Zuletzt verläuft natürlich auch die Schweißstromleitung durch den Griff des WIG Schweißbrenners zur Wolframelektrode, um den erforderlichen Schweißstromkreis zu erzeugen.

Mithilfe des Brennerschalters am Griff des WIG Schweißbrenners können Sie den Schweißbrenner an- und ausschalten und damit den Strom-, Schutzgas- und Kühlwasserfluss starten und stoppen.

 

Wig Schweißbrenner

Die Bestandteile eines WIG Schweißbrenners auf einen Blick

 

 

So funktioniert das WIG Schweißen

 

Beim WIG Schweißen bewegen Sie den WIG Schweißbrenner in einem Winkel von 75° zum Werkstück. Gleichzeitig wird der Zusatzwerkstoff – im Falle des WIG Schweißens ein WIG Schweißstab – in einem Winkel von 20° zum Werkstück an die Schweißstelle herangeführt

Wenn der Schweißbrenner eingeschaltet wird, erzeugt der Stromfluss zwischen der Wolframelektrode und dem Werkstück einen Lichtbogen, der die Schweißstelle und den gegebenenfalls verwendeten Zusatzwerkstoff (in diesem Fall den WIG Schweißstab) zum Schmelzen bringt und somit die gewünschte Schweißnaht erzielt.

Um das Schweißgut vor atmosphärischen Einflüssen zu schützen, muss beim WIG Schweißen ein Schutzgas in Form von Argon, Helium, Wasserstoff oder ein Gemisch dieser Gase verwendet werden (sogenannte „inerte“, also inaktive Gase).

Das Schutzgas strömt aus der Gasdüse des Schweißbrenners und umhüllt den Lichtbogen und das Schweißgut und sorgt so für eine stabile und saubere Schweißnaht.

 

WIG Schweißen erklärt

WIG Schweißen einfach erklärt